Schülerinnen und Schüler des Königin-Mathilde-Gymnasiums besuchen Christian Dahm im Landtag NRW
von Katharina Brand
Oberstufen-Gruppe des KMG erlebt Live-Debatte im Parlament
Spannende Einblicke in die Landespolitik erhielten Schülerinnen und Schüler der Oberstufe des Königin-Mathilde-Gymnasiums Herford bei einem Besuch im nordrhein-westfälischen Landtag. Dort trafen sie den heimischen SPD-Landtagsabgeordneten Christian Dahm zum ausführlichen Austausch über aktuelle politische Themen und die Arbeit des Parlaments.
Da der Besuch während einer Plenarwoche stattfand, konnten die Jugendlichen die parlamentarische Arbeit unmittelbar erleben und eine laufende Debatte von der Besuchertribüne aus verfolgen. Im anschließenden Gespräch mit Christian Dahm standen zahlreiche Themen auf der Agenda. Gesprochen wurde unter anderem über aktuelle Eindrücke aus der Weltpolitik, den Werdegang des Abgeordneten, die Digitalisierung an Schulen sowie über den Lehrkräftemangel im Kreis Herford.
Ebenso heiß diskutiert: Soll es ein generelles Handyverbot an Schulen geben? Die Antwort lieferten die Schülerinnen und Schüler gleich demokratisch mit: Man sei zufrieden mit der örtlichen Regelung. Eine allgemeine Regelung oder gar ein Verbot brauche es nicht. „Also kein Auftrag an mich“, resümierte Dahm.
Besonders intensiv beschäftigten sich die Schülerinnen und Schüler mit dem Umgang der demokratischen Parteien mit der AfD. Dabei ging es sowohl um die Positionen der Partei als auch um die Frage eines möglichen Verbotsverfahrens. „Es war wichtig, dass die Schülerinnen und Schüler Politik nicht nur theoretisch kennenlernen, sondern live erleben konnten. Gerade die Debatten im Parlament zeigen, wie Demokratie funktioniert und wie demokratische Kräfte gemeinsam für unsere Werte eintreten“, betonte Dahm.
Passenderweise konnten die Schülerinnen und Schüler eine kontroverse Debatte der AfD live miterleben, als sie gerade auf der der Tribüne des Plenarsaals saßen. „Auch wenn es mir auf der einen Seite leid tut, dass sie das erleben mussten, bin ich gleichzeitig froh, dass die Jugendlichen mit eigenen Augen gesehen haben, wofür diese Partei steht und welches völkische Gedankengut dort vertreten wird“ so Dahm. Umso wichtiger war das klare Signal: Die demokratischen Parteien haben geschlossen gegen den unverschämten Antrag gestimmt, in dem es um die Forderung ging, Freiheitsstrafen ausländischer Straftäter im Herkunftsland zu vollstrecken.
Auch Fragen zur Arbeit der Ausschüsse und Parlamentarischen Untersuchungsausschüsse, zur Gesetzgebung sowie zu aktuellen politischen Entwicklungen auf Landes- und Bundesebene wurden erörtert. Darüber hinaus interessierten sich die Jugendlichen für die Zuständigkeiten von Bund und Ländern in der Bildungspolitik.
„Demokratie lebt vom Dialog und vom Interesse junger Menschen an politischen Prozessen. Deshalb freue ich mich immer besonders über Besuchergruppen aus meinem Wahlkreis. Der direkte Austausch ermöglicht es, Politik greifbar zu machen und gegenseitig voneinander zu lernen“, so Dahm.
Der heimische Abgeordnete freute sich vor allem über die gut vorbereiteten und spannenden Fragen an ihn.
Der Besuch vermittelte den Schülerinnen und Schülern einen praxisnahen Eindruck von der parlamentarischen Arbeit und verdeutlichte, wie politische Entscheidungen im Landtag Nordrhein-Westfalen vorbereitet und getroffen werden.